Von „Saitenterroristen“ und anderen braunen GesellInnen…

Mitte der 1990er Jahre wird der aus Suben stammende Bernhard Kreisl Anhänger der „Nationalen Bewegung“. Er versucht, sich musikalisch zu betätigen und nimmt 1997 sein erstes Lied, das nicht ohne Zufall „Adolf“ heisst, auf. Zum Geburtstag des „Führers“ Adolf Hitler 1999 tritt Kreisl erstmals im Rahmen eines Konzertes auf – in Ried im Innkreis (Oberösterreich). Im Mai 2004 gibt er ein Konzert für die „Kameradschaft Weisse Wölfe“, die sich inzwischen aufgelöst haben soll. Drei Monate später wird er wegen NS-Wiederbetätigung verhaftet und wird schließlich zu mehreren Jahren Haft verurteilt, eine ältere Bewährungsstrafe muss er auch absitzen. In einer Haftpause produziert Kreisl unter dem Namen „Aufrecht“ mehrere Demotonträger. Nach der Haftentlassung ist er wieder in Neonazi-Kreisen aktiv. Nun tritt er unter dem Namen „Liedermacher Bernhard“ in Erscheinung. Am 13. Juni 2009 tritt er bei einer „Grillfeier“ der neonazistischen NPD in Passau auf. Am 18. Juli 2009 folgt ein Auftritt im Rahmen einer Wahlkampf-Veranstaltung der NPD in Deggendorf. Auch in Kroatien trat Kreisl, der sich mittlerweile selbst als „Saitenterrorist“ bezeichnet, im Jahr 2009 im Rahmen eines Konzertes, das vom lokalen Ableger des Neonazi-Netzwerkes „Blood and Honour“ organisiert wurde, auf. Kreisl war nicht der einzige Österreicher bei dieser Veranstaltung. Zahlreiche oberösterreichische “Kameraden” und eine einschlägige Liedermacherin aus Wien, die unter dem Namen „Isi“ auftritt, waren mit von der Partie. Die Letztgenannte stammt aus dem Umfeld der Wiener “Blood-and-Honour”-Band „Service Crew Vienna“, die im Juni 2009 mit einem Auftritt in Wien für mediale Berichterstattung sorgte.

Darüber hinaus war „Liedermacher Bernhard“ auch für ein konspirativ organisiertes Neonazi-Konzert gemeinsam mit den Gruppen „Preussenstolz“, „Feldherren“ und „12 Golden Years“, das am 19. September in Deutschland stattfand, angekündigt.

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Bernhard Kreisl – vermummt und mit (verbotener?) Waffe.

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Kreisl (ganz links) bei einem “Blood-and-Honour”-Konzert in Kroatien, in der Mitte: Liedermacherin “Isi”.

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Liedermacherin “Isi” bei einem ihrer Auftritte, das Hakenkreuz der Reichskriegsflagge ist auf dem Foto unkenntlich gemacht worden.

Neben seinen Aktivitäten als “Liedermacher” ist Kreisl gemeinsam mit zwei anderen auch in der “Porn-Grind-Rock’n'Roll”-Band “Ulcus ventriculi” aktiv. Sein aus Passau stammender Bandkollege Markus Binder war etwa auch bei einem Auftritt Kreisls in der Nähe von Braunau (Oberösterreich) am 12. November 2005 zu Gast.

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Binder (links) mit T-Shirt, auf dem ein Reichsadler zu sehen ist. Auf dem T-Shirt wird das Hakenkreuz durch eine Triskele, ein in der Neonazi-Szene beliebtes Symbol, ersetzt. Auf dem Bild rechts zu sehen ist Michael Schwendinger, ebenfalls in einschlägiger Bekleidung.

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Foto von einem Neonazi-Konzert in Schärding. 1. v. links: Neonazi-Bardin Annett Müller, 2. v. l.: Roman Grassl (“Bund freier Jugend”), 3. v. l.: Neonazi-Barde Michael Müller, knieend: Bernhard Kreisl.

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One Response to “Von „Saitenterroristen“ und anderen braunen GesellInnen…”

  1. FP-Gemeinderätin Barbara Gunacker unterstützt Nazi-Verbrecher Priebke « Says:

    [...] finden sich noch zahlreiche weitere ÖsterreicherInnen wie zB Ludwig Reinthaler (Wels) und Bernhard Kreisl (Suben). Und auch die FPÖ-Gemeinderätin von Krenglbach (Oberösterreich), Barbara Gunacker ist [...]

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